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Eurokurs

 

Auszug aus

Newsletter 2/2015 vom 15. Januar 2015 des Schweizerischen Buchhändler- und Verleger-Verbandes

Dramatische Euro-Franken-Kursentwicklung für Schweizer Buchbranche

Die Schweizerische Nationalbank (SNB) hat heute überraschend den Mindestkurs von 1,20 Franken je Euro aufgehoben. In der Folge geriet der Euro stark unter Druck und sank zeitweise sogar unter die Parität zum Franken.

Für die Schweizer Buchbranche sind das dramatische Entwicklungen. Bleibt der Euro so schwach, müssen Schweizer Verlage mit einem hohen Exportanteil in den Euroraum mit massiven Verlusten rechnen. Wo sich früher 1 Mio. Umsatz in Deutschland mit 1,2 Mio. Franken in der Bilanz niederschlug, ergibt sich beim aktuellen Kurs ein Minus von 200’000 Franken. Dies, nachdem sich der Euro/Franken-Kurs bereits 2010 von 1.50 auf 1.20 Franken reduzierte. Innerhalb von fünf Jahren müssten Schweizer exportierende Verlage also eine Ertragsschmälerung von über einem Drittel verkraften.

Absehbar massive Auswirkungen wird der neue Kurs auch auf alle Schweizer Auslieferungen haben, deren Attraktivität als Bestellweg zusätzlich leidet. Wie sich die Buchpreise in der Schweiz unter diesen neuen Vorzeichen entwickeln werden, wird sich zeigen. Ein Druck auf die Preise ist jedenfalls da.

Zu den Gewinnern dieser Entwicklung gehört – einmal mehr – Amazon, der nun mit noch grösseren Preisvorteilen in die Schweiz liefern kann. Und ebenfalls mit Preisvorteilen rechnen können jene Schweizer Buchhandlungen, die über deutsche Barsortimente oder Zentrallager bestellen. Zu den Gewinnern der Branche zählen ausserdem regional orientierte Verlage, die im Euro-Raum günstig produzieren, aber zum Grossteil in der Schweiz verkaufen.

 

Antwort Zwei-Wölfe-Verlag:

Wir kalkulieren von Anfang an in Euro, auch den Buchpreis, d.h. wir müssen den Franken-Preis unserer Bücher anpassen und nicht der Euro-Preis steigt! Unsere Bücher werden somit in der Schweiz günstiger werden (Publikationen ab Januar 2015).

 

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